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  IPA-Gründer Arthur Troop
 

Arthur Troop 
Gründer – International Police Association

Mit der Gründung des Verbands wollte Arthur Troop, ein Polizeibeamter aus Lincolnshire (England), eine Basis für Freundschaft und internationale Zusammenarbeit unter Polizeibeamten schaffen.

Arthur Troop wurde am 15. Dezember 1914 in Lincoln (England) geboren, wo er seine Kindheit verbrachte und die Schule besuchte. Er arbeite zunächst als Mechaniker, interessierte sich aber schon bald für andere Dinge. So nahm er das Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften am Ruskin College in Oxford auf. Gleichzeitig widmete er sich einem dreijährigen Studium der russischen Geschichte. 1934 erhielt er ein Stipendium zum Besuch von Moskau und Leningrad. Danach studierte er zwei Jahre lang Landwirtschaft am Avoncroft Agricultural College im Vale of Evesham, Worcestershire.

Am 19. Juni 1936 trat Arthur Troop in den Polizeidienst von Lincolnshire ein, wo er in verschiedenen Abteilungen tätig war; sein Spezialgebiet war jedoch das Verkehrswesen. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg machte sich Arthur Troop an die gewaltige Aufgabe, eine weltweite Freundschaftsorganisation für Polizeibeamte zu gründen. Arthur Troop ist immer der Auffassung gewesen, dass Menschen miteinander reden sollten, anstatt sich zu bekämpfen, und war stets von der positiven Kraft der Freundschaft überzeugt. Zu diesem Zeitpunkt wurde er jedoch als Exzentriker angesehen und stieß auf großen Widerstand vonseiten seines Polizeichefs und des Innenministeriums.


  Büste von Arthur Troop
 

Brigitte Wuest - Arthur Troop bust sculptor (c) IPA 2004
Bearbeitung der Büste von Arthur Troop

Um die Erinnerung an unseren Gründer zu bewahren, stimmten die Delegierten der IEC-Konferenz in Reno (USA) dem Vorschlag zu, für den am 30. November 2000 verstorbenen Arthur Troop eine Statue anfertigen zu lassen.

2002 beschlossen die Delegierten in Sun City (Südafrika) ferner, dass es sich bei der Statue um eine Büste handeln soll, die dann im IBZ Gimborn aufgestellt werden soll.

Die Delegierten nahmen auf dem Weltkongress 2003 in Trondheim einstimmig einen Kostenvoranschlag aus Neuseeland von der Schweizer Bildhauerin Brigitte Wuest an, die Schöpferin zahlreicher Statuen für die „Herr der Ringe“-Filmtrilogie. Die IPA-Sektion Neuseeland und der nationale Präsident Bruce Hutton spielten eine wesentliche Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung dieses Projekts.

Die Statue ist 20 % größer als der echte Arthur Troop und in Bronze gegossen. Sie steht auf einem Sockel, auf dem alle Länder aufgeführt sind, die über eine IPA-Sektion verfügen (zu der Zeit waren es 59).

Brigitte Wuest - Arthur Troop bust sculptor  (c) IPA 2004
Brigitte Wuest – Bildhauerin

Arthur Troop statue - unveiled at IBZ Gimborn  (c) IPA 2004

Die Büste wurde zum IBZ Gimborn gebracht, dem Bildungszentrum der IPA, und am 9. Oktober 2004 feierlich enthüllt.  

Winrich Granitzka, der Vorstandsvorsitzende des Informations- und Bildungszentrums (IBZ) Schloss Gimborn, begrüßte die Gäste und eröffnete die Feierlichkeiten.

Der internationale Präsident Michael Odysseos sprach über das Leben Arthur Troops als Polizeibeamter, IPA-Gründer und Blindenbetreuer. Er lobte die hervorragende Arbeit der Bildhauerin Brigitte Wuest und den Einsatz von Bruce Hutton (IPA-Präsident, Sektion Neuseeland), der sich von Anfang an für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts stark gemacht hat.

  

Die Statue wurde anschließend von Michael Odysseos und Winrich Granitzka gemeinsam enthüllt. Marjorie Troop, die in Begleitung ihres Sohnes Kevin gekommen war, hielt eine Dankesrede und die Statue wurde vom Polizei-Kaplan Siegfried Förster gesegnet.  

Den Feierlichkeiten wohnten zahlreiche aktive und ehemalige Mitglieder des PEB bei, unter ihnen auch Alan Carter, ehemaliger internationaler Generalsekretär und Freund der Familie Troop.   

Vertreter von 16 nationalen IPA-Sektionen und über 100 IPA-Mitglieder von Gliederungen aus ganz Deutschland waren zugegen und sorgten bei diesem Ereignis für eine ganz besondere Atmosphäre.


  Arthur-Troop-Stipendium

Arthur Troop Statue

Jedes Jahr werden zehn Arthur-Troop-Stipendien vergeben – eins pro Kontinent, auf dem es IPA-Sektionen gibt, d. h. Afrika, Amerika, Australasien, Asien und Europa.

Jedes Stipendium ist mit maximal 3.000 Schweizer Franken dotiert, die für ein Seminar im internationalen Konferenzzentrum „IBZ Schloss Gimborn“ oder in einer vergleichbaren Einrichtung zu verwenden sind. Bewerber müssen zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung seit mindestens einem Jahr IPA-Mitglied sein und das Stipendium muss zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember im Anschluss an die Vergabe des Stipendiums in Anspruch genommen werden (keine Verlängerung möglich).

Das Stipendium kann an IPA-Mitglieder im aktiven Polizeidienst vergeben werden, richtet sich jedoch in erster Linie an die jüngeren Mitglieder. Bewerber müssen eine Bewerbung einreichen, in der sie die darlegen, weshalb sie für ein Stipendium in Frage kommen.

Bewerbungen müssen bei der jeweiligen nationalen Sektion eingereicht werden, die sie dann zusammen mit einem Begleitschreiben, in dem sie zu den einzelnen Bewerbungen Stellung nimmt, an den internationalen Generalsekretär (IAC) weiterleitet.

Wenn Sie mehr wissen wollen, laden Sie sich die zugehörigen Unterlagen herunter.

Unterlagen zum Arthur-Troop-Stipendium herunterladen.

IBZ Gimborn Castle
- the IPA's educational establishment


  Arthur-Troop-Gedenktafel
 

Bei einer Gedenkfeier am Sonntag, dem 27. Juli 2003, enthüllte Marjorie Troop in der Christ Church von Stamford, Lincolnshire, eine Gedenktafel zu Ehren ihres Ehemanns Arthur.

Gemeinsam mit Familienangehörigen und Mitgliedern der örtlichen Gemeinde nahmen IPA-Mitglieder der örtlichen Gliederungen sowie der Regionen Midlands und East Anglia an der Feierlichkeit teil. Alan Carter, ehemaliger internationaler Generalsekretär und enger Freund der Familie Troop, hielt die Lesung. Der Bischof von Grantham hielt eine Andacht und Reverend Bob Mackrill würdigte den Weitblick, den Arthur Troop bei der Gründung der IPA bewiesen hatte, den Seh- und Hörgeschädigtenverein, den er in der örtlichen Gemeinde eingerichtet hatte, sowie den Glauben und die Energie, die er in die örtliche Gemeinde gesteckt hatte.

Die Gedenktafel zur Erinnerung an das Leben von Arthur Troop ist nun für alle Besucher der Kirche sichtbar. Sie wurde von John Shaw entworfen und gestaltet und von den Gemeindemitgliedern der Christ Church und der IPA (britische Sektion und internationale Organisation) finanziert.

An diesem Tag gab es gleich zwei denkwürdige Anlässe, denn Arthurs und Marjories Tochter Susan und ihr Ehemann Luciano feierten ebenfalls ihren 25. Hochzeitstag.

Arthur Troop Memorial Plaque (c) IPA IAC 2003

Arthur-Troop-Gedenktafel

Weitere Fotos von der feierlichen Enthüllung 
(Klicken Sie auf die Fotos, um ein größeres Bild in einem neuen Fenster zu öffnen)
Wenn Sie mehr über die Kirche erfahren möchten, besuchen Sie die Website der Christ Church, Stamford.
 
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